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| 1. Polarlichter / Nordlicht (Aurora Borealis) |
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(Polarlichtaktivität) |
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Röntgenstrahlung |
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Service: n3kl.org / NOAA - SWPC |
Vom 05. auf den 06.08.2011 (Rostock) |
Service: n3kl.org / NOAA - SWPC |
Kurzbeschreibung: Von der Sonne erreichen uns fortwährend elektrisch geladene Partikel („Sonnenwind"). Das Erdmagnetfeld wirkt davor aber in der Regel schützend („Magnetosphäre"). Besonders bei schweren und erdgerichteten Ausbrüchen auf der Sonne kommt es vor, daß bei uns ein Teilchensturm einsetzt. Dann gelangen auch viele Partikel in die Ionosphäre der Erde. Dort kommt es zu Wechselwirkungen mit den vorhandenen Atomen und Molekülen (im wesentlichen Sauerstoff und Stickstoff), wodurch sich manchmal diese phantastischen Leuchterscheinungen auch in Deutschland (oder sogar bis Äquatornähe) zeigen. Der Sonnenwind steuert die Vorgänge, welche zum Zerfall der Magnetosphärenteilchen führen.
Polarlicht in der Nacht vom 30.
auf den 31.08.1991. Beobachtungsort: Fliegenfelde bei Lübeck
(ca. 53.9°N 10.6°E). Dieses war mein erstes Polarlicht, und hätten
Astrofreunde nicht Alarm geschlagen, so hätte ich es glatt übersehen.
Es zeigten sich einige schwache Fahnen und Vorhänge, die nur in einem
grauen Schimmer erkennbar waren. Die Dias geben den Farbton eines Purpur
bis Violett wieder. Beobachtungszeitraum: 21:30UTC bis 21:50UTC. Weitere
Observierung bis 23:45UTC blieb erfolglos. Hier die im Archiv gefundenen
lokalen
K-Indices des Tromsø
Geophysical Observatory und des Kp-Wertes (~planetarer Mittelwert
für den Störungsgrad / Unruhezustand des Erdmagnetfelds aus Daten
von gut ein Dutzend Observatorien weltweit. Mehr:
-Text).
| Tromsø | 30.08.91: | 4 | 4 | 2 | 4 | 5 | 4 | 5 | 4 | ||
| Kp | 30.08.91: | 3- | 3+ | 3o | 4o | 6+ | 6- | 6- | 6+ | ||
| Tromsø | 31.08.91: | 3 | 4 | 4 | 5 | 4 | 6 | 4 | 6 | ||
| Kp | 31.08.91: | 3o | 3+ | 6o | 5+ | 6o | 6o | 4o | 5+ |
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| Etwa nach
obigem Schema finden Sie die im folgenden gelisteten Beobachtungen auf
eigenen Seiten wieder.
Diese enthalten, sofern (meistens) vorhanden, größeres und / oder weiteres Bildmaterial bereit, sowie detailliertere Beschreibungen. ( nach "Klick" auf das jeweilige [mehr Info und weitere Bilder] ) |
| Polarlicht in der Nacht vom 28.
auf den 29.10.1991.
Beobachtungsort: Lübeck (ca. 53.9°N 10.7°E). "...Nun, wir befanden uns zwar in der "Kunstlichtglocke" von Lübeck, doch der rote Schein über den Dächern im Umkreis war irgendwie anders, als sonst von der Beleuchtung gewohnt..." [mehr Info] |
| Polarlicht in der Nacht vom 08.
auf den 09.11.1991.
Beobachtungsort: Groß Grönau bei Lübeck. Die Nacht wurde von Regenschauern begleitet. Bild:Objektiv 1:2.8/29mm zwischen 00:00-00:25UTC (Großer Wagen). Wegen großen Staunens liegt keine genauere zeitliche Bilddokumentation vor (08./09.11.91). Film: Kodak Ektachrome 200. |
| Polarlicht in der Nacht vom 27.
auf den 28.12.1991.
Beobachtungsort: Fliegenfelde bei Lübeck (ca. 53.9°N 10.6°E). "...Ab ca. 21:15UTC Polarlichter, beginnend mit erhelltem grünlichen Horizont. Es folgten Vorhänge und zeitweise mäßig helle Strahlen..." [mehr Info] |
| Nachdem ich den mitteleuropäischen
Polarlichtauftakt des Sonnenfleckenmaximums 2000/2001 am
06.04.2000 verpaßt hatte, gab es nach etwa neunjähriger Wartezeit
auch für mich wieder ein Polarlicht: Auslöser war der bis dahin
stärkste solare Ausbruch in diesem Zyklus, registriert am 14.07.00
um 10:24UTC [Info].
Dank Internet war es fast unmöglich, diesem Ereignis zu entgehen. Aber: Vielerorten herrschte schlechtes Wetter! - und: Vollmondbedingungen! - und: Mitternachtsdämmerung! Da die K-indices diverser Stationen am Abend des 15.07. aber Magnetsturmstärke erreichten, entwickelte sich ein regelrechter Polarlichttourismus zur nächsten Wolkenlücke. Polarlicht in der Nacht vom 15.
auf den 16.07.2000.
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Im Januar 2001 war es dann
soweit: Es sollte für mich einmal wieder einen richtigen Winter geben.
So weilte ich vom 13.01. bis 20.01. in Finnisch-Lappland (Äkäskero,
ca. 67.7°N / 24.5°E). In diesem Monat bescherte uns die Sonne allerdings
keine besonderen erdgerichteten Ereignisse. Für weit nördlich
gelegene Orte ergeben sich aber auch dann Gelegenheiten Polarlichter zu
sehen. Innerhalb der o.g. Woche konnten mehrfach Polarlichter registriert
werden. Die Erscheinungen waren mehr oder weniger schwach (etwas heller
als die Milchstraße), zeitweise lokal aber deutlich an Intensität
und Formänderung zunehmend. Farblich zeigten sich die meist kurzen
Strahlen, homogenen Bögen und diffusen Flecken graugrün bis ab
und an hell silbergrün. Manche Dias lassen hier und da nach oben hin
auch rötliche Färbung erkennen. Besondere Ereignisse, welche
die Polarlichter ausgelöst haben, sind mir nicht bekannt. Aber der
beständige Strom des Sonnenwindes läßt im Bereich des Auroraovals
um die magnetischen Pole fast immer Teilchen ihren Weg in die Ionosphäre
finden.
16.01.01 19:36UTC (Cygnus und Lyra). Objektiv 1:2.8/29mm, eine halbe Stufe abgeblendet. t=1’ auf Fujichrome RH 400 |
16.01.01 20:04UTC Homogener Bogen, links Wega. Objektiv 1:2.8/50mm, t=30“ Fujichrome RH 400 |
19.01.01 20:32UTC Mittig Hercules, rechts unten am Rand Corona Borealis. Objektiv 1:1.8/50mm eine halbe Stufe abgeblendet. t=60" auf Agfa CT 200 |
Zusammengefaßte Tageswerte, u.a.
über Sonnenwinddaten der ACE-Sonde
, finden sich beim Space
Environment Center (SEC) von der NOAA/USA. Wer künftig seine eigenen
Polarlichtbeobachtungen mit derartigen Daten aufbereiten möchte kann
auch hier
auf entsprechende Daten in Textform zurückgreifen. Für den 16.01.2001
wurden Sonnenwindgeschwindigkeiten von 330km/s bis 375km/s registriert.
Die Teilchendichte lag bei 2-6 Partikeln pro ccm.
Am 19.01.2001 lauteten die Werte 325km/s
bis 350km/s, sowie 2-13 Teilchen pro ccm. Das sind also keine außergewöhnlichen
Werte. Bei Magnetstürmen werden ohne weiteres 800km/s und mehr erreicht.
[weitere
und größere Bilder vom Polarkreis aus, sowie die Daten der K-Indices
/ more images]
| Polarlicht in der Nacht vom 11.
auf den 12.04.2001.
Beobachtungsort: nahe Utecht ca. 15km südlich von Lübeck. Bild: 21:18UTC, t etwa 30“, (Wega / Herkules), 1:4/29mm-Objektiv, Fujichrome 400. |
Polarlicht in der Nacht vom 07.
auf den 08.09.2002:
Polarlicht am Abend
des 07.09.2002 beim BTM in Pfünz,
etwas nördlich
von Ingolstadt / Oberbayern.
Digitalkamera t=8sec.,
stark nachbearbeitet.
Aufnahme:
Manfred STEIDLER
[etwas
größer und mehr Info / larger image]
Polarlicht in der Nacht vom 29.
auf den 30.05.2003:
Beobachtungsort: Nordostseekanal. Homogene
Bögen mit Pollux und Castor.
22:35UTC 1.8/50mm t=5" auf Fujichrome
Sensia 400.
[mehr
Info und weitere Bilder / more images]
Polarlicht in der Nacht vom 24.
auf den 25.10.2003:
Beobachtungsort: Rostock
[mehr
Info und Bilder / more images]
Polarlicht in der Nacht vom 29.
auf den 30.10.2003:
Beobachtungsort:
Rostock-Diedrichshagen, ca. 54.2°N / 12.0°E; nach aufregenden Stunden
und Tagen mit starker Sonnenaktivität. Hier im Bild ein Strahl und
diffuses Glimmen hinter Wolken im Großen Wagen.
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Info und weitere Bilder / more images]
Polarlicht in der Nacht vom 21.
auf den 22.01.2005:
Beobachtungsort:
Rostock, ca. 54.1°N / 12.1°E
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Info und größeres Bild / larger image]
Polarlicht in der Nacht vom 10.
auf den 11.01.2006:
Beobachtungsort:
Muonio / Finnisch-Lappland, ca. 68°N / 23.5°E
[mehr
Info und größere Bilder / larger images]
Polarlicht in der Nacht vom 11.
auf den 12.03.2011:
Beobachtungsort:
Rostock, ca. 54.1°N / 12.1°E
[mehr
Info und größeres Bild / larger image]
Polarlicht in der Nacht vom 05.
auf den 06.08.2011:
Beobachtungsort:
Rostock, ca. 54.1°N / 12.1°E
[mehr
Info und größere Bilder / larger images]
Photographs and text
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